Testbericht: Bosch PST 18 LI im Test

Mit der PST 18 LI hat Bosch eine Stichsäge auf den Markt gebracht, die ebenfalls mit dem 18 Volt Lithium-Ionen-Akkusystem ausgestattet ist. In unserem Test der Bosch PST 18 LI zeigen wir, ob eine Stichsäge mit Akku überhaupt sinnvoll ist und welche Arbeiten damit erledigt werden können. Denn die Skepsis ist groß, ob der Akku der Bosch PST 18 LI dem Test gewachsen ist.

Bosch zeigt mit seiner Produktserie "One-4-All" eindrucksvoll, dass Akkus nicht nur bei Akku-Schraubern und -Bohrern sinnvoll sind. Inzwischen umfasst die Produktpalette des 18 Volt Lithium-Ionen-Akkusystems, bei dem ein Akku in verschiedenen Geräten eingesetzt werden kann, eine breite Auswahl an Heim- und Handwerkergeräten. Besonders spannend ist für uns die Stichsäge, denn hier muss ausreichend Kraft garantiert sind, um gute Schnittergebnisse zu erzielen. Deshalb haben wir uns die Bosch PST 18 LI im Test einmal näher angeschaut und verraten, was wir von der Akku-Stichsäge von Bosch  halten.

Lieferumfang: Bosch PST 18 LI

Der Lieferumfang variiert Familien-typisch. Wie bei den anderen Geräten des One-4-All Systems kann der Kunde auch hier entscheiden, ob er die Bosch PST mit einem Akku der Stärke 1,5 Ah oder 2,0 Ah kauft. Oder ob er nur das Gerät ohne Akku kauft, weil er bereits andere Geräte aus der Produktreihe besitzt. Dann kann er nämlich die Akkus der anderen Geräten, etwa des Bosch PSR 18 LI-2 (Testbericht lesen), in der Bosch PST 18 LI verwenden und spart sich den Kauf eines weiteres Akkus und eines zweiten Ladegerätes. Die Ersparnis ist groß: Mit dem 1,5 Ah Akku kostet die Bosch PST 18 LI im Test derzeit 175 Euro bzw. mit 2 Ah-Akku rund 140 Euro, die PST 18 LI ohne Akku kostet dagegen nur knapp 75 Euro (alle Preise von Amazon, Stand: 1. Dezember 2014). Wer also bereits ein Gerät der Produktfamilie hat, kann getrost auf die Bosch PST 18 LI ohne Akku zurückgreifen und viel Geld sparen.

Wählt man die Bosch PST 18 LI mit Akku, befinden sich im Lieferumfang neben der Stichsäge und dem Akku noch ein Schnellladegerät, mit dem der Akku in 90 Minuten geladen werden soll, ein Sägeblatt (TI44D), CutControl, ein Spannreißschutz und eine Abdeckhaube. Geliefert wird die Bosch BST 18 LI in einem Koffer. Wir die Stichsäge ohne Akku bestellt, fehlen der Akku und das Netzteil, darüber hinaus liefert Bosch die PSR 18 LI in einer Kartonbox aus. Kleiner Tipp: Wer bereits ein Gerät der Produktfamilie besitzt, auf einen zweiten Akku aber nicht verzichten möchte, der kann die Bosch PST 18 LI ohne Akku kaufen und für knapp 45 Euro zusätzlich einen Ersatzakku bestellen. Die Gesamtkosten von rund 120 Euro liegen damit unter dem Kaufpreis für die Bosch PST 18 LI im Test mit 2,0 Ah für 140 Euro.

Technische Daten der Bosch PST 18 LI im Test

Die Bosch PST 18 LI weiß im Test bereits mit einem Blick auf das Datenblatt zu überzeugen: Neben dem starken Akku mit 18 Volt und einer Kapazität von 1,5 oder 2 Ah verfügt die Akku-Stichsäge über eine robuste Fußplatte aus Stahl und liegt mit einem Gewicht von 1,6 Kilogramm noch vergleichsweise gut in der Hand. Ebenfalls beeindrucken kann der starke Motor, der eine Hubzahl bis 2.400 Züge pro Minute im Leerlauf verspricht. Mit der Bosch PST 18 LI sind laut Hersteller Schnitte bis 80 Millimeter in Holz und bis 5 Millimeter Materialstärke in Stahl möglich. Für den Hausgebrauch sollte das also in den meisten Fällen reichen.

Bosch PST 18 LI im Test

Die Akku-Stichsäge von Bosch überzeugt durch ihr niedriges Gewicht und die kompakte Bauweise und natürlich erweist es sich im Alltag von großem Vorteil, dass kein lästiges Kabel herumhängt, bei dem Gefahr läuft, dass es ins Sägeblatt rutscht. Dank des Akkus ist man jederzeit einsatzbereit, auch wenn mal keine Steckdose vor Ort vorhanden ist. Ebenfalls von Vorteil sind die Fußplatte aus Metall, die für Gehrungsschnitte um 45 Grad verstellt werden kann sowie das integrierte Sägeblattdepot, in dem bis zu sechs Sägeblätter verstaut werden können. Die Sägeblätter können dank des Bosch SDS-Systems werkzeuglos gewechselt werden. Das erweist sich mitunter als etwas hakelig, ist aber sehr praktisch.

Die Akku-Säge erweist sich im Text als Kraftpaket. Die Hubzahl kann mittels des Schalterdrückers gesteuert werden, wodurch besonders der Sägestart erleichtert und Rücksicht auf das jeweilige Material genommen werden kann. Die Verarbeitung der Bosch PST 18 LI lässt Bosch-typisch keine Wünsche offen und wer Zweifel hat, ob eine Stichsäge mit Akku überhaupt im Alltag besteht, muss sich bei der PST 18 LI keine Sorgen machen. Für Schnitte durch Holz mit einer Stärke bis 5 Zentimeter merkt man keinen Unterschied zu einer herkömmlichen Stichsäge mit Kabel, erst darüber hinaus lässt merklich die Leistung nach. Wer also vor allem Bretter und dünne Balken sägen möchte, trifft mit der Bosch PST 18 LI die richtige Entscheidung.

Fazit: Bosch PST 18 LI Akku-Stichsäge im Test

Wir können die Akku-Stichsäge Bosch PST 18 LI jedem empfehlen, der gelegentliche Sägearbeiten durchzuführen hat oder nicht jederzeit auf eine Steckdose zugreifen kann. Insbesondere in der Bauphase eines Hauses, in einem größeren Garten oder unterwegs ist meist keine Steckdose vorhanden. Dann schlägt die Stunde der PST 18 LI. Als weiteres Modell des Lithium-Ionen-Akkusystems kann die Stichsäge mit demselben Akku betrieben werden wie der Akkubohrer PSR 18 LI-2 und inzwischen zahlreiche andere Geräte. Das ist praktisch und schont den Geldbeutel und die Leistung der Bosch PST 18 LI kann sich ebenfalls sehen lassen - gerade unter dem Aspekt, dass es sich um eine Akku-betriebene Stichsäge handelt. 

Wer also auf der Suche nach einer neuen Stichsäge ist und vielleicht schon ein Modell der Akku-Reihe besitzt, kann bedenkenlos zugreifen und die PST 18 LI ohne zusätzlichen Akku kaufen. Mit aktuell 75 Euro ist das ein Schnäppchen und kaum günstiger als das Kabel-gebundene Modell.