Test: Bosch IXO Akkuschrauber

Bereits seit über zwei Jahren ist der neue Akkuschrauber Bosch IXO in Deutschland erhältlich. Seine Markenzeichen: Klein, leicht, handlich. Wir haben den kompakten Akkuschrauber genauer angeschaut und verraten im Bosch IXO Test, ob sich der Kauf lohnt und für welche Arbeiten er überhaupt geeignet ist. Denn dass er es mit seinem großen Bruder PSR 18 LI-2 nicht aufnehmen kann, steht außer Frage. Verstecken muss sich der IXO trotzdem nicht, denn die Zielgruppen sind ganz unterschiedlich und der Bosch IXO zeigt im Test, warum er nicht nur beim Schrauben eine gute Figur macht.

Der Akkuschrauber Bosch IXO wurde seit dem Marktstart bereits über drei Millionen Mal verkauft und stetig weiterverbessert. Er ist besonders für den Heimgebrauch geeignet und kann dort eingesetzt werden, wo große Akkubohrer und Akkuschrauber nicht hinkommen. Der Unterschied macht sich nicht nur bei der Größe bemerkbar, auch beim Gewicht kann der Bosch IXO im Test punkten: Mit lediglich 300 Gramm wiegt er nur rund ein Fünftel des Bosch PSR 18 LI-2 (Test) und kann dadurch von Jedermann ausgiebig genutzt werden. Doch bevor wir uns dem Bosch IXO zuwenden, schauen wir uns zunächst den Lieferumfang an und da gibt es beim IXO durchaus Unterschiede.

Lieferumfang: Bosch IXO im Test

Vom Bosch IXO Akkuschrauber in der aktuell vierten Generation gibt es drei verschiedene Versionen, bei unterscheidet sich jeweils das mitgelieferte Zubehör. In der Basic-Variante erhält man neben dem Bosch IXO HomeSeries Akkuschrauber auch ein Set mit 10 Standard-Schrauber-Bits und ein Ladegerät. In der Set-Variante beinhaltet der Lieferumfang zusätzlich einen Winkel- und einen Exzenter-Aufsatz, mit dem entweder um die Ecke geschraubt oder Schrauben gelöst oder befestigt werden können, die sich in der Nähe von Wänden befinden und deshalb nicht mit herkömmlichen Akku-Schraubern erreichbar sind. Die dritte Variante enthält einen Cutter-Aufsatz statt der zwei Schraubaufsätze, mit dem Materialien wie PVC, Pappe und Papier, Leder und Stoff mit einer Stärke von bis zu 6 Millimeter geschnitten werden können. 

Wem das nicht reicht, der kann weiteres Zubehör kaufen, etwa ein Drehmomentaufsatz, ein Gewürzmühlenaufsatz, ein Grillgebläseaufsatz und ein Korkenzieheraufsatz. Bereits daran merkt man: Der Bosch IXO ist mehr als nur ein Akkuschrauber.

Praxis-Test: Bosch IXO im Test

Wesentlicher Unterschied des Bosch IXO im Test verglichen mit einem Akku-Bohrer sind die geringe Größe und das niedrige Gewicht. Dem geschuldet ist die vergleichsweise schwache Leistung des Akkus von lediglich 3,6 Volt und ein Drehmoment von 4,5 Nm. Laut Hersteller reicht man damit bis zu 215 Umdrehungen pro Minute und kann Schrauben mit einer Stärke von maximal 5 Millimetern schrauben. Im Alltag reicht das aus, um Möbel aufzubauen oder kleinere Schrauben in bereits vorgebohrten Löchern zu versenken. Damit eignet sich der Bosch IXO ideal als Ergänzung, wenn man bereits eine Bohrmaschine besitzt, die vor das Eindrehen von Schrauben jedoch zu kraftvoll ist.

Im Vergleich zum Vorgänger unterscheidet sich der Bosch IXO im Test besonders durch den Akku, der jetzt auf Lithium-Ionen-Technologie basiert und dadurch nicht nur 60 Prozent kleiner ist als der frühere NiCd-Akku, sondern das Gerät auch mit mehr Leistung versorgt, wodurch es 30 Prozent mehr Kraft besitzt als das frühere Modell. Darüber hinaus verschwindet der lästige Memory-Effekt, durch den die Kapazität des Akkus stetig sank. Außerdem kann der Bosch IXO nun auch zwischendurch aufgeladen werden, selbst wenn der Akku noch nicht entleert war. Einziger Nachteil des Akkus ist die zu lange Ladezeit von rund fünf Stunden. Komplett geladen reicht die Kapazität für etwa 80 Schrauben.

Problematisch ist zudem die fehlende Drehmomentregelung. Wie eingangs erwähnt kann dieser Aufsatz jedoch als Zubehör mitbestellt und nachgerüstet werden, der Preis dafür liegt bei etwa 15 Euro. Geld, das man zweifelsfrei investieren sollte, denn ohne die Möglichkeit, das Drehmoment einzustellen, werden Schrauben mitunter zu tief versenkt und so die Überfläche beschädigt. 

Fazit: Bosch IXO im Test

Der Bosch IXO ist ein Akkuschrauber der etwas anderen Art. Bereits an der breiten und vor allem außergewöhnlichen Auswahl an Zubehör (siehe Lieferumfang des Bosch IXO) kann man erkennen, dass mit dem Gerät nicht nur geschraubt werden soll. Der Bosch IXO soll auch den Alltag vereinfachen, indem dank der verschiedenen Aufsätze einfache Aufgaben im Haushalt oder in der Freizeit erledigt werden können. Lobenswert ist der ausdauernde Akku des Bosch IXO, wenngleich die Ladezeit im Vergleich zum Akkubohrer PSR 18 LI-2 deutlich zu lang dauert. Dafür kann der Akku dank Lithium-Ionen-Technik auch zwischendurch aufgeladen werden. 

Das Preis-Leistungs-Verhältnis des Bosch IXO ist mit knapp 45 Euro in der Basic-Version hervorragend, auch die Varianten mit zusätzlichem Lieferumfang gehen nicht zu sehr an den Geldbeutel. Wer keinen Akkubohrer besitzt und für größere Arbeiten bereits eine Bohrmaschine im Haus hat, kann den Bosch IXO durchaus in die engere Wahl ziehen.