Test: Bosch PSR 18 LI-2 und PSR 14,4 LI-2 Akkubohrer

Der Akkubohrer Bosch PSR 18 LI-2 sowie das kleinere Schwestermodell PSR 14,4 LI-2 sind bereits seit einigen Jahren auf dem Markt, wurden von Bosch aber stetig verbessert und weiterentwickelt. Grund genug, den Akkubohrer Bosch PSR 18 LI-2 im Test nochmal genauer unter die Lupe zu nehmen und anhand der Erfahrungen zu verraten, ob sich der Kauf lohnt und für welche Arbeiten sich das Gerät eignet.

Ein Akkubohrer darf eigentlich in keinem Haushalt fehlen. Sei es zum Zusammenbauen von Schränken und anderen Möbeln oder zum Bohren von Löchern und Wände. Mit dem PSR 18 LI-2 und dem kleineren Modell PSR 14,4 LI-2 hat Bosch bereits Anfang 2009 zwei Akkubohrer auf den Markt gebracht, die sich im Privatsegment einer großen Beliebtheit erfreuen. Wir haben uns den Bosch PSR 18 LI-2 im Test näher angeschaut und verraten, wo die Unterschiede zum kleineren Schwestermodell Bosch PSR 14,4 LI-2 liegen. Doch bevor wir uns ein Urteil über den Akkubohrer erlauben, fangen wir mit einem Blick in den Lieferumfang und auf das technische Datenblatt an und bereits hier kann der PSR 18 LI-2 überzeugen.

Lieferumfang: Bosch PSR 18 LI-2 und PSR 14,4 LI-2 im Test

Der Lieferumfang des Bosch PSR 18 LI-2 und des PSR 14,4 LI-2 im Test ist überschaubar. Je nachdem, für welches Paket man sich entscheidet, befinden sich im Koffer neben dem Akkubohrer selbst noch ein Ladegerät, mit dem Akkuladungen innerhalb von 90 Minuten möglich sein sollen (uns sind!), entweder keiner, ein oder zwei Akkus sowie eine Bedienungsanleitung. Spannend ist die Anzahl der Akkus: Wer viel und vor allem lange Zeit am Stück arbeitet, sollte zweifelsfrei zum Koffer mit zwei Akkus greifen, der zwar etwas teurer ist (aktuell rund 170 Euro bei Amazon, UVP 229,99 Euro), dafür kann man aber durchweg arbeiten und permanent einen Akku laden. Dank Lithium-Ionen-Technologie gibt es keinen Memory-Effekt, der Akku kann also auch geladen werden, wenn er noch nicht ganz leer ist. So kann man Arbeitspausen sinnvoll nutzen. Mit nur einem Akku kostet der Bosch PSR 18 LI-2 nur knapp 140 Euro (bei 2 Ah). Wer hingegen das Modell mit dem schwächeren 1,5 Ah Akku nimmt, zahlt nur noch 115 Euro. Bohrer und Bits lagen leider nicht im Lieferumfang des Bosch PSR 18 LI-2 bei, weshalb man diese unbedingt bestellen sollte, falls man noch keine Grundausstattung zuhause hat.

Datenblatt des Bosch PSR 18 LI-2 im Test

Der Blick ins Datenblatt des PSR 18 LI-2 überzeugt. Die Akkuspannung von 18 Volt verspricht ordentlich Kraft, dank der Akku-Kapazität von 2 Ah hält das Gerät im Praxistest lange durch. Die Leerlaufdrehzahl liegt im ersten Gang bei maximal 400 Umdrehungen, im zweiten Gang sind es bereits 1340 Umdrehungen. Die maximale Drehkraft liegt bei 25 bzw. 46 Nm und der maximale Durchmesser für Holzbohrungen beträgt 35 Millimeter, bei Stahl sind es bis zu 10 Millimeter. Dank des Schnellspannbohrfutters können Bohrer und Bits schnell und unkompliziert gewechselt werden und mit einem Gewicht von 1,5 Kilogramm und dem ergonomischen Griff liegt der Bosch PSR 18 LI-2 auch nach längerer Arbeitszeit noch gut in der Hand.

Praxis-Test: Bosch PSR 18 LI-2 und Erfahrungen

In der Praxis und im Test erweist sich der Bosch PSR 18 LI-2 als äußerst kraftvoll, selbst Löcher in Holzbalken von 12 Zentimetern Tiefe und 15 Millimetern im Durchmesser meistert der Akkubohrer problemlos. Auch in Steinwänden (Proton, Sandstein, u.a.) hat man meist keine Schwierigkeiten, die Grenze ist lediglich bei Betonwänden und -decken erreicht aber selbst mit einer Bohrmaschine ohne Schlagfunktion kommt man an dieser Stelle nicht weiter. Sehr praktisch ist der schnelle Wechsel von Bohrern und Bits dank des Schnellspannbohrfutters. Damit können Bohrer in wenigen Sekunden gewechselt werden, Werkzeug ist dafür nicht notwendig. Wir haben den Bosch PSR 18 LI-2 seit etwa fünf Jahren im Langzeittest und können weder beim Akku noch bei anderen Bauteilen des Akkubohrers nennenswerte Verschlechterungen feststellen.

Im Test des Bosch PSR 18 LI-2 erwiesen sich auch die weiteren Funktionen des Akkubohrers als nützlich. Drei LEDs am Griffende informieren den Nutzer über den Ladestand des Akkus, zwei weitere LEDs an der Geräteoberseite zeigen die Drehrichtung des Bohrkopfes und dank der 25+1 Drehmomentstufen kann individuell die Einschraubtiefe eingestellt werden. Auf diese Wert wird verhindert, dass Schraubköpfe zu tief eindringen oder noch teilweise herausschauen. Ein zusätzliches LED-Powerlight sorgt darüber hinaus für eine Ausleuchtung der Bohrstelle. Diese Powerlight erwies sich im Test des Bosch PSR 18 LI-2 leider als etwas zu schwach.

Unterschied: Bosch PSR 18 LI-2 und PSR 14,4 LI-2

Der wesentliche Unterschied zwischen dem Bosch PSR 18 LI-2 und dem PSR 14,4 LI-2 ist Akkustärke, die beim kleineren Modell 18 Volt nur 14,4 Volt beträgt. Dadurch verringert sich auch die Leistung des Bohrers, was sich vor allem in der Leerlaufdrehzahl, dem Drehmoment und dem Bohrdurchmesser bemerkbar macht. Dafür ist der PSR 14,4 LI-2 auch knapp 300 Gramm leichter als der PSR 18 LI-2. Wer also nur gelegentlich ein paar Löcher bohren muss und auf ein Maximum an Leistung verzichten kann, der macht mit dem PSR 14,4 LI-2 nicht viel falsch. Auch der Preis ist mit 115 Euro (laut Amazon, UVP 159,99 Euro) deutlich geringer.

Fazit: Bosch PSR 18 LI-2 und PSR 14,4 LI-2 im Test

Die Akku-Bohrer Bosch PSR 18 LI-2 und PSR 14,4 LI-2 sind unserer Erfahrung nach hervorragende Geräte für den privaten Heimgebrauch, wie auch unserer Langzeittest zeigt. Sie sind äußerst leistungsstark, jederzeit einsatzbereit und bieten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Lediglich der Lieferumfang könnte etwas größer ausfallen, ein Bohrer-Set von Bosch mit 15 Bohrern (Holz, Stein, Metall) gibt es aber bereits für knapp 10 Euro. Wir geben nach dem Test des Bosch PSR 18 LI-2 eine klare Kaufempfehlung! Auch beim Bosch PSR 14,4 LI-2 kann man ohne Bedenken zugreifen.