Test: Kärcher WV 2 plus und WV 50 Akku-Fensterreiniger

Mit dem Kärcher Fensterreiniger WV 2 plus hat der Hersteller aus Winnenden einen neuen Markt erkannt. Als einer der ersten Anbieter hat er einen Fensterreiniger für den privaten Hausgebrauch in sein Programm aufgenommen, mit dem das Fensterputzen künftig einfacher sein soll. Wir haben uns die Modelle WV 2 Plus und WV 50 im Test näher angesehen und verraten, ob sich der Kauf lohnt.

Fensterputzen ist meist eine unbeliebte Tätigkeit im Haushalt und Kärcher, nach eigenen Angaben der Erfinder des Fenstersaugers, möchte das mit seinen neuen Fensterreinigern ändern. Wir haben das Modell Kärcher WV 50 im Test, außerdem vergleichen wir es mit dem WV 2 plus, der seit Anfang des Jahres als Nachfolger des WV 50 im Handel erhältlich ist. Die grundlegende Frage, die sich vermutlich viele potenzielle Käufer stellen, lautet: Wozu brauche ich einen elektrischen Fensterreiniger? Eines vorweg, beim Kärcher WV 2 plus bzw. WV 50 handelt es sich nicht um einen klassischen Reiniger sondern vielmehr um einen Fenstersauger. Aber dazu später mehr.

Lieferumfang: Kärcher WV 2 plus und WV 50 im Test

Der Lieferumfang des Kärcher WV 2 plus und des WV 50 im Test ist überschaubar, beinhaltet aber alles nötige, um gleich mit dem Reinigen der Fenster beginnen zu können. Neben dem Fenstersauger befindet sich im Lieferumfang eine Sprühflasche mit einem aufziehbaren Lappen und eine kleiner Tüte mit Reinigungsmittel. Mehr findet sich nicht im Karton aber mehr benötigt man auch nicht für den Anfang.

Praxis-Test des Kärcher WV 2 plus und WV 50

Der Kärcher WV 2 plus ist der Nachfolger des WV 50 und etwas kleiner, leichter und besser zu bedienen. Vor der ersten Reinigung sollte das Gerät vollständig aufgeladen werden, dann verspricht der Hersteller eine Reinigungsfläche von bis zu 75 Quadratmetern oder 25 Fenstern, was locker für die Fenster eines Einfamilienhauses oder einer Wohnung normaler Größe ausreichen sollte. Im Test des Kärcher WV 50 zeigte sich jedoch, dass der Akku nicht ganz so lange hält, wie es der Hersteller verspricht. Mag sein, dass mit einiger Übung und bei einem mehrmaligen Be- und Entladen des Akkus ein annähernder Wert erreicht werden kann. Für den herkömmlichen Gebrauch ist die Reichweite des Kärcher WV 50 und WV 2 plus im Test nach unseren Erfahrungen aber mehr als ausreichend.

In der Praxis zeigt sich schnell, weshalb Kärcher WV 2 plus und WV 50 keine Fensterreiniger im eigentlichen Sinne sind. Denn gereinigt wird das Fenster ganz klassisch mit Wasser und Putzmittel, deshalb liegt im Lieferumfang auch die Sprühflasche bei. Zunächst muss das Fenster mit der Frühflasche und dem darin enthaltenen Wasser-Reiniger-Mix angefeuchtet und gereinigt werden, anschließend wird das nasse Fenster mit dem Fenstersauger getrocknet. Die eigentliche Innovation von Kärcher WV 2 plus und WV 50 liegt also nicht in der Reinigung des Fensters sondern in der Trocknung.

Kärcher WV 2 plus und WV 50: Fenstersauger statt -reiniger

Die Modelle Kärcher WV 2 plus und WV 50 leisten im Test nach unserer Erfahrung gute Arbeit. Wenn die Fenster zuvor ordentlich gereinigt wurden, man den Trockner nicht zu schnell und im richtigen Winkel über die Oberfläche zieht, kann sich das Ergebnis sehen lassen. Nur in Ecken und am unteren Fensterrand, der meist nahe am Fußboden oder Fensterbrett abschließt, hat am aufgrund der Größe meist Probleme, mit dem Kärcher WV 2 plus und WV 50 vernünftig zu arbeiten. Deshalb empfiehlt es sich, am Ende vor allem in den Ecken und Kanten nochmals mit einem fusselfreien Tuch nachzuwischen.

Das Wasser, das vom Kärcher WV 2 plus und WV 50 aufgesaugt wird, kann über ein kleines Loch, das mit einem Gummistöpsel verschlossen ist, aus dem Gerät abgelassen werden. Alternativ kann auch der gesamte Tank aus dem Gerät entfernt werden. Ebenfalls vorteilhaft ist das geringe Gewicht von 600 Gramm, weshalb auch längere Arbeiten damit kein Problem sind. Selbst wenn der Tank voll ist, wiegt das Gerät nicht mehr als 700 Gramm. Allzu lange Arbeitszeiten sind aber ohnehin kaum möglich, denn nach spätestens 30 Minuten ist der Akku leer und muss dann für etwa zwei Stunden wieder an die Steckdose. Aufgrund der Verwendung eines Lithium-Ionen-Akkus können der Kärcher WV 2 plus und WV 50 aber auch zwischendurch aufgeladen werden, falls man eine Pause einlegen muss.

Fazit: Kärcher WV 2 plus und WV 50 im Test

In modernen Haushalten werden die Modelle Kärcher WV 2 plus und WV 50 künftig wohl häufiger anzutreffen sein, da zumindest das Trocknen der Fenster wie in unserem Test gut klappt. Aus den Erfahrungen mit dem Kärcher WV 2 plus und WV 50 muss man allerdings sagen, dass diese Fenstersauger kein absolutes Must-Have sind, da sie die Arbeit nur geringfügig erleichtern und dafür sorgen, dass vielleicht auch mal der Mann oder Kinder für einige Zeit ihre Freude am Fensterputzen haben. Bei Amazon kostet das Modell Kärcher WV 2 plus aktuell rund 55 Euro. Das Geld kann man sich auch sparen und besser den Kindern schenken, wenn sie dafür ab und an die Fenster putzen. So bleibt das Geld in der Familie und alle haben etwas davon.