Test: Bosch PFS 5000 E Farbsprühsystem

Farbsprühsysteme haben in den letzten Jahren auch die privaten Haushalte erobert. Wir haben uns das Modell Bosch PFS 5000 E im Test genauer angeschaut und verraten, ob sich der Kauf lohnt und welche Arbeiten mit dem Bosch PFS 5000 E durchgeführt werden können.

Bevor wir mit dem Test des Bosch PFS 5000 E aus der HomeSeries beginnen, hier vorab die Fakten: Das Feinsprühsystem ist noch relativ jung, erst seit Anfang 2014 ist es erhältlich und gilt als großer Bruder des PFS 3000-2 und überzeugt bereits mit seinen technischen Daten. Der Motor hat eine Leistung von 1.200 Watt, das verspricht bereits im Vorfeld ausreichend Kraft, um auch dickflüssiges Material verarbeiten zu können. Dadurch erreicht das Bosch PFS 5000 E im Test eine Förderleistung von bis zu 500 Milliliter pro Minute, was einem maximalen Farbauftrag von 3 Quadratmetern entspricht. Ebenfalls positiv hervorzuheben ist die Luftschlauchlänge von 4 Metern, weshalb der Anwender ausreichend Bewegungsspielraum hat.

Lieferumfang: Bosch PFS 5000 E im Test

Der Lieferumfang des Bosch PFS 5000 E ist überschaubar, reicht für einen schnellen Start aber allemal. Neben dem Kompressor und dem Sprühsystem befinden sich im Lieferumfang eine Reinigungsbürste, mit der das Gerät nach dem Einsatz gereinigt werden kann, ein Farbfilter, zwei Farbbehälter,  von Bosch als ConstantFeed bezeichnet, mit einem Fassungsvermögen von jeweils 1.000 Millilitern sowie drei Düsen für das Versprühen von Wandfarben, Lacken oder Lasuren. Damit ist man für den Start gut gerüstet.

Erfahrungen: Bosch PFS 5000 E im Test

Der Zusammenbau des Farbsprühsystems ist schnell und einfach erledigt und schon kann die Arbeit losgehen. Dank des AllPaint Systems können verschiedene dick- und dünnflüssige Materialien verarbeitet werden, ohne dass das Gerät gewechselt werden muss. Der Hersteller verspricht das Verarbeiten von Holzfarben ganz ohne Verdünnung, bei Wandfarben empfiehlt er eine Verdünnung bis 10 Prozent.

Doch bevor der Test des Bosch PFS 5000 E starten kann, steht erstmal eine andere Arbeit an. Denn wie bei anderen Sprühsystemen auch, muss erstmal die gesamte Umgebung ordentlich abgedeckt werden. Denn beim Arbeiten mit dem Gerät merkt man schnell, dass der sehr feine Sprühnebel sich im Umkreis von einigen Metern überall verteilt, weshalb besonders die Anwendung in Innenräumen mit Vorsicht zu genießen ist. Eine saubere Vorarbeit in Form vom Abdecken der Möbel und des Fußbodens ist deshalb unvermeidbar. Aber machen wir uns nicht vor: Auch beim Streichen mit Pinsel oder Malerrolle sollten empfindliche Gegenstände und Fußboden ordentlich abgedeckt werden.

Die Erfahrungen mit dem Bosch PFS 5000 E zeigen, dass der starke Motor zwar den Vorteil bietet, dass Farben und Lacke schnell verteilt werden können, der Nachteil ist jedoch, dass die Behälter häufig nachgefüllt werden müssen. Im Schnitt hält ein Behälter rund 1 bis maximal 2 Minuten. Besonders ärgerlich ist der Aspekt, dass beim Sprühen mit dem PFS 5000 E wegen des feinen Nebels viel Material dort landet, wo es nicht hingehört. Eine Materialersparnis im Vergleich zum herkömmlichen Streichen wird man deshalb kaum feststellen können. Besonders praktisch ist der vier Meter lange Schlauch, weshalb auch Arbeiten im größeren Radius erledigt werden können, darüber hinaus verfügt der Kompressor über Rollen an der Unterseite, weshalb er bequem verschoben werden kann. Den PFS 3000-2 kann man sich stattdessen dank Schultergurt um die Schulter hängen und überall hin mitnehmen.

Wechseln von Farben beim Bosch PFS 5000 E

Dank der zwei Behälter können mehrere Farben, Lacke oder Lasuren nebeneinander verarbeitet werden. Zum Wechseln muss lediglich der Farbbehälter getauscht, das System gespült, die Düse gewechselt und der Farbmodus am Gerät geändert werden. Was sich zunächst kompliziert anhört, gestaltet sich im Test des PFS 5000 E als hinnehmbar, zumal in der Praxis nicht so oft der Umstand eintreten sollte, dass verschiedene Farbarten parallel verarbeitet werden müssen.

Vorteile und Nachteile des Bosch PFS 5000 E

Ein wesentlicher Vorteil des Bosch PFS 5000 E ist das Erreichen von schwierigen Ecken, in die man mit einer Malerrolle oder mit einem Pinsel sonst kaum kommt. Auch auf unebenen Oberflächen macht die Arbeit mit dem Gerät viel Spaß, weil der feine Farbnebel selbst in die kleinsten Rillen und Ecken gelangt.

Nachteile des PFS 5000 E sind neben der Lautstärke (im Vergleich zum Streichen mit Rolle) vor allem das häufige Wechsel der Farbbehälter sowie der Nebel, der sich überall verteilt und einen zumindest gefühlt einen hohen Verlust an Farbmaterial verursacht. 

Fazit: Bosch PFS 5000 E im Test

Die Erfahrungen mit dem Bosch PFS 5000 E im Test sind durchwachsen. Einerseits hat es Spaß mit dem Gerät zu arbeiten, besonders auf großen Flächen ist das Sprühsystem eine Entlastung für die Schultern. Aber auch das Erreichen kleiner Ecken und Kanten ist sehr positiv. Weil das Abdecken der Innenräume jedoch viel Arbeit macht, eignet sich das Bosch PFS 5000 E vor allem für Arbeiten im Außenbereich. Dennoch ist das Preis-Leistungs-Verhältnis (etwa 140 Euro bei Amazon, UVP 189,99 Euro) ein Pluspunkt des PFS 5000 E und auch die Arbeitsergebnisse können sich nach ein wenig Übung sehen lassen. Deshalb kann sich der Kauf durchaus lohnen, wenn man vorhat, etwa den Sichtschutz oder Gartenzaun zu streichen, Möbel im Freien oder in einer Werkstatt zu lackieren oder einen nicht eingerichteten Innenraum zu streichen.