Erker: Kosten, Vorteile und Nachteile eines Erkers

Ein Erker ist eine optische Bereicherung für viele Häuser. Dennoch sollte jeder Bauherr genau überlegen, ob er sein Haus um einen Erker ergänzen möchte, denn neben den Kosten für einen Erker birgt der Anbau auch Nachteile. In diesem Artikel zeigen wir Vorteile und Nachteile eines Erkers auf und zeigen, in welcher Höhe für einen Erker Kosten entstehen.

Räume im Obergeschoss eines Hauses mit einem Sattel-, Krüppel- oder Walmdach haben den Nachteil, dass sie meist klein und beengt wirken. Ein Erker kann helfen, diese Enge zu beseitigen und den Raum größer, ausladender und heller erscheinen zu lassen. Von einem Erker spricht man bei einem überdachten Vorbau eines Hauses, der geschlossen ist, meist werden Erker im Obergeschoss eines Hauses gebaut und sind ebenerdig. Der Begriff Erker wird aus dem Französischen treffend als Ausbuchtung einer Mauer übersetzt. Neben optischen Aspekten sollen Erker vor allem zur Vergrößerung der Wohnräume beitragen.

Erker-Kosten: Wie viel kostet ein Erker?

Ein Erker ist eine bauliche Maßnahme an einem Neu- oder Altbau und sollte von einem Fachbetrieb durchgeführt werden. Die Kosten eines Erkers beginnen bei etwa 6.000 Euro und können je nach Größe des Erkers auch über 10.000 Euro hinaus gehen, wodurch die Hausbau-Kosten für einen Neubau deutlich steigen können. Dabei ist zu beachten, dass die Kosten für Erker bei einem Altbau nochmals höher liegen, da weitere Umbaumaßnahmen notwendig sind, etwa der Rückbau von Wänden und des Daches oder die Erweiterung des Fußbodens. 

Die meisten Hausbaufirmen bieten Erker optional an. Wer bei einem Neubau auf die Mehrkosten verzichten möchte, sollte zu einem Angebot von der Stange greifen, Anbieter wie Heinz von Heiden oder Helma verfügen über eine breite Palette an fertig geplanten und entworfenen Häusern, in denen bereits ein Erker vorgesehen ist. Natürlich kann ein Erker auch nachträglich bei einem vorhandenen Haus ergänzt werden. Dann muss man sich aber im Klaren sein, dass durch die baulichen Maßnahmen ggf. Gewährleistungsansprüche gegenüber der alten Baufirma verfallen, da massiv ins vorhandene Bauwerk eingegriffen wird. Zudem sollte im Vorfeld geprüft werden, ob für den Umbau ein Bauantrag gestellt und die Statik des Hauses erneut berechnet werden muss, was ebenfalls mit zusätzlichen Kosten verbunden ist. 

Vorteile und Nachteile eines Erkers

Wesentlicher Vorteil eines Erkers ist die Vergrößerung des Wohnraums, denn im Gegensatz zu einem Balkon oder einer Dachschräge zählt die Fläche unterhalb des Erkers komplett als Wohn- und Nutzfläche. An die Seiten des Erkers können kleine Regale gestellt werden, was bei Dachschrägen nicht möglich ist. Außerdem dient ein Erker der Belichtung eines Raumes und kann als Sitz- oder Leseecke genutzt werden.

Nachteil eines Erkers ist neben den relativ hohen Kosten für Erker vor allem der schlechtere Dämmwert im Vergleich zu einem herkömmlichen Dach. Grund dafür ist die größere Oberfläche des Erkers, denn neben dem Dach des Erkers kommen noch die Außenwände hinzu, durch die mittels Wärmebrücken hohe Wärmeverluste und letztlich auch Schimmel entstehen können. Bevor man sich also zum Bau eines Erkers entscheidet, sollte geklärt werden, zu welchem Zweck man den Erker verwenden möchte und in welcher Höhe der Erker Kosten verursachen darf. Letztlich muss man sich im Klaren sein, dass man mindestens 6.000 Euro investiert und wenn dieser Betrag im Rahmen des Hausbaus komplett finanziert werden muss, kommen aufgrund der Zinsen schnell deutlich höhere Beträge zustande. Deshalb bietet es sich an, während der Bauplanung mit seiner Hausbaufirma zu sprechen und zu klären, wie viel ein Erker kostet und ob er sinnvoll ist.

In unseren Ratgebern gibt es weitere wissenswerte Informationen darüber, wie man Baunebenkosten kalkulieren sollte, welche Erschließungskosten beim Hausbau zu berücksichtigen sind und welche Mehrkosten ein Haus mit Keller verursacht.