Hausbau: Tipps und Tricks für Bauherren

Das Thema Hausbau ist in Zeiten niedriger Zinsen und geringer Arbeitslosigkeit für viele Menschen eine Alternative zum Mietwohnen. Der Gedanke: Warum soll man sein Leben lang Miete zahlen, wenn ein Haus bereits nach durchschnittlich 25 Jahren abgezahlt ist? Der Wunsch nach den eigenen vier Wänden ist für viele Menschen ein wichtiger Anreiz, sich mit dem Thema Hausbau näher zu beschäftigen.

Wichtigstes Kriterium beim Hausbau: Die finanzielle Lage

 Für den Hausbau sollten Bauherren über ein festes Einkommen verfügen und finanziell weitgehend abgesichert sein. Selbst im Falle von kurzfristiger Arbeitslosigkeit sollte man noch in der Lage sein, die Raten für das Haus sowie die Wohnnebenkosten zu zahlen. Denn kaum etwas ist ärgerlicher, als wenn man sich den Traum vom Hausbau erfüllt hat und nach einigen Jahren feststellen muss, dass die finanziellen Mittel nicht ausreichend, um die monatlichen Belastungen zu bewältigen. Für manche Bauherren bleibt dann nur die Zwangsversteigerung als letzter Ausweg. Um dies zu vermeiden, ist es ratsam, vor dem Hausbau alle monatlichen Einkünfte und Ausgaben zu erfassen und zu prüfen, wie groß die Belastung durch das Haus sein darf. Dabei sollten Bauherren nicht mit dem maximal möglichen kalkulieren, denn wer permanent sparen muss, nur um sein Haus abzubezahlen, wird in seinen eigenen vier Wänden vermutlich nicht glücklich. Sinnvoll ist es, bei den Ausgaben einen Sparbetrag in Höhe von mehreren Hundert Euro einzuplanen, der als Puffer in schlechten Zeiten dient.

Wichtige Faktoren beim Hausbau

  • Hausbau: Wie hoch ist das Budget?
  • Hausbauweise: Die Qual der Wahl
  • Massivhaus oder Fertighaus?
  • Die richtige Hausbaufirma finden

Das passende Haus: Die Qual der Wahl

Nachdem die Hausbau-Kosten geklärt sind, können sich die künftigen Bauherren erste Gedanken über ihr Traumhaus machen. Allerdings kann die anfängliche Euphorie schnell umschlagen denn beim Hausbau hat der Kunde die Qual der Wahl: Welche Haustyp soll es sein? Wie viel Grund- und Nutzfläche ist notwendig und wie viel sinnvoll? Wie viel Wert wird auf Energiesparen gelegt und lassen dies die finanziellen Mittel überhaupt zu?

In den letzten Jahren entwickelte sich der Trend in Richtung Stadtvillen. Statt eines klassisches Hauses mit Satteldach oder Krüppelwalmdach mit dem markanten Walmdachprofil wählen immer mehr Bauherren eine Stadtvilla, die zwei oder mehr vollständige Dachgeschosse besitzen und ohne Dachschräge auskommen. Bei dieser Entscheidung, auf welchen Haustyp man beim Hausbau besonderen Wert legt, ist reine Geschmackssache, die immer wieder durch Modeerscheinungen und -entwicklungen beeinflusst wird. Wichtig ist, dass man sich in seinem Haus wohl fühlt.

Hausbau: Massivhaus oder Fertighaus?

Beim Hausbau gibt es zwei weitverbreitete Bauvarianten. Entweder man lässt sein Haus Stein auf Stein in Massivbauweise errichten, oder man entscheidet sich für ein Fertighaus, bei dem fertige Bauelemente, die zuvor in einer Fabrik vorbereitet wurden, auf dem Baufeld nur noch zusammengebaut werden. Für viele Bauherren mag dies eine Grundsatzentscheidung sein, der eine vertraut auf die klassische Variante "Stein auf Stein", der andere schwört auf den technischen Fortschritt und möchte sich dank Fertigbauweise niedriger Energiekosten erfreuen. Rein aus finanziellen Gründen kann keine Entscheidung getroffen werden, denn die Preise für Fertighäuser unterscheiden sich kaum von den Preisen für hochwertige Häuser in Massivbauweise. Wer sich für Hausbau interessiert, sollte sich deshalb mit beiden Bauweisen auseinandersetzen und die Vor- und Nachteile abwägen sowie verschiedene Hausbaufirmen vergleichen.

Das richtige Bauunternehmen für den Hausbau finden

Hat man sich beim Hausbau für eine Hausbauweise entschieden, kann sich der Hausherr in spe auf die Suche nach einem geeigneten Bauunternehmen machen. Dabei kann er entscheiden, ob er einen Architekten mit der Projektierung sowie der Baubetreuung beauftragt oder ob selbst die Gewerke, also die Handwerker betreuen möchte. Besonders häufig entscheiden sich Bauherren beim Hausbau für die dritte Variante: Sie wählen ein Bauunternehmen, das neben der Projektierung auch die Baubetreuung übernimmt und die Gewerke koordiniert. Für den Bauherren ist das praktisch, denn er hat jederzeit einen Ansprechpartner, an den er sich im Fallen von Fragen wenden kann.

Beim Hausbau geht es in erster Linie um Vertrauen. Egal, ob Sie ein großes Hausbauunternehmen beauftragen wollen oder den Architekten von nebenan: Wenn Sie sich nicht wohl fühlen oder Bedenken haben, nehmen Sie sich die Zeit und suchen Sie weiter nach einem geeigneten Anbieter. Meist hat Qualität ihren Preis, deshalb lohnt es sich, nicht nur auf das Geld zu schauen sondern auch weitere Faktoren, wie Erreichbarkeit von Ansprechpartnern, die Wahl der ausführenden Handwerker oder Kundenerfahrungen im Internet, mit in die Entscheidung einfließen zu lassen.

Ein wesentlicher Kostenfaktor beim Hausbau sind die Grundstück-Kosten. Im folgenden Artikel erfährst du Wissenswertes darüber, welche Kosten für ein den Kauf eines Grundstück eingeplant werden sollten und in welcher Hohe Galabau-Kosten kalkuliert werden sollten.