Rollrasen verlegen: Anleitung zum Verlegen von Rollrasen

Beim Verlegen von Rollrasen gibt es einige Regen zu beachten, sonst können schnell Fehler passieren und das investierte Geld ist weg. Wer Rollrasen selbst verlegen und sich die Kosten für den Fachmann sparen möchte, sollte sich im Vorfeld genau informieren - dann steht dem grünen Grasteppich nichts im Wege. Wir haben die wichtigsten Punkte zum Verlegen von Rollrasen zusammengetragen und erklären, wie man vorgehen sollte, wenn man einen Rollrasen anlegen möchte.

Der Rasen ist der Stolz vieler Gärtner. Besonders mühsam und langwierig ist das Anlegen des Rasens, nachdem man gerade ins neue Eigenheim gezogen ist und eigentlich gar keine Zeit hat, sich auch noch intensiv um den Garten zu kümmern. Wer nicht lange warten möchte, bis der Garten in sattem Grün erstrahlt oder einfach keine Lust hat, nach dem Rasensäen dem sprießenden Unkraut Herr zu werden, sollte über das Verlegen von Rollrasen nachdenken. 

Über die Kosten für Rollrasen informieren wir in einem anderen Artikel, in diesem Ratgeber geht es darum, worauf man achten sollte, wenn man Rollrasen verlegen möchte und welche Fehler es zu vermeiden gilt. Denn kaum etwas ist ärgerlicher, als mehrere Hundert oder Tausend Euro für einen Rollrasen auszugeben, der nicht richtig anwächst oder nach wenigen Wochen seine herrliche Farbe verliert.

Übersicht der Arbeitsschritte zum Rollrasen verlegen

1. Vorhandenen Rasen entfernen
2. Grobplanum herstellen und Boden auflockern
3. Feinplanum herstellen und Einwalzen
4. Starterdünger streuen und einharken
5. Verlegen und Anwalzen des Rollrasens

1. Rollrasen verlegen: Alten Rasen entfernen

Hat man sich zum Verlegen von Rollrasen entschlossen, kann die Arbeit bereits losgehen. Um dem neuen Rasen eine möglichst gute Ausgangssituation zu verschaffen, muss die vorhandene Erdoberfläche abgetragen werden, die zumeist aus altem Gras besteht. Muss eine großflächige Grasnarbe abgetragen werden, lohnt sich die Miete eines Sodenschälers, der den alten Rasen wenige Zentimeter unter der Oberfläche abschneidet. Anschließend kann die Grasnarbe samt Wurzeln bequem mit einer Grabegabel entfernt werden. In den meisten Kommunen gibt es die Möglichkeit, Grassoden für wenig Geld direkt bei den Abfallwerken zu entsorgen.

2. Grobplanum herstellen und Boden auflockern

Ist die alte Grasnarbe abgetragen, kann die künftige Rasenfläche vorbereitet werden. Zum Verlegen von Rollrasen ist es wichtig, dass der künftige Untergrund möglichst frei von Unkraut, Steinen, Wurzeln, Pflanzenresten und anderen störenden Objekten ist, die das Anwachsen des Rollrasens verhindern oder erschweren können oder für Unebenheiten an der Oberfläche sorgen.

Ist das Grobplanum hergestellt, sollte der Erdboden aufgelockert werden. Kleine Flächen bis 100 Quadratmeter können noch mit dem Spaten umgegraben werden, bei größeren Rasenflächen sollte man über die Anwendung einer Gartenfräse nachdenken. Der Boden sollte rund zehn Zentimeter umgegraben werden, dabei bietet es sich unter Umständen an, direkt Rasenkalk in die Erde einzuarbeiten. 

Ein guter Zeitraum zum Kalken des Bodens ist der Frühling, dabei sollte der Boden trocken sein. Bevor man jedoch kalkt, muss eine Bodenanalyse durchgeführt werden - der ideale pH-Wert für Rasen liegt zwischen 5,5 und 6,5. Ist der pH-Wert niedriger, der Boden also zu sauer, sollte gekalkt werden. Der Aufwand lohnt sich, denn werden beim Rollrasen verlegen bereits in der Vorbereitung des Bodens Fehler begangen, kann das Ergebnis nicht optimal werden.

3. Feinplanum herstellen

Beim Herstellen des Feinplanums zum Anlegen bzw. Verlegen von Rollrasen, werden alle groben Bestandteile des Erdbodens entfernt - zugleich wird eine ebene Oberfläche hergestellt, da Unebenheiten zu einem späteren Zeitpunkt nur noch schwer auszugleichen sind. Deshalb gilt es, bei diesem Arbeitsschritt besonders akkurat zu arbeiten und lieber die eine oder andere Stunde mehr zu investieren, statt sich im Nachhinein über die eigene Eile zu ärgern.

Zum Herstellen des Feinplanums für das Rollrasen verlegen bietet sich ein feine Harke an, wie sie auch beim Beach Volleyball verwendet wird. Diese Harken (auch: Rechen) verfügen über besonders viele Zinken, die im Vergleich zu einer herkömmlichen Gartenharke über einen deutlich geringeren Abstand verfügen und deshalb zum Entfernen von Steinen, Wurzeln und Planzen hervorragend geeignet sind.

Ist das Feinplanum hergestellt, muss es noch eingewalzt werden. Gartenwalzen kann man in vielen Baumärkten mieten oder kaufen. Nach dem Einwalzen kann man gut feststellen, ob noch Unebenheiten vorhanden sind, die unbedingt entfernt werden sollten. Anschließend ist erneutes Einwalzen erforderlich, damit der Untergrund zum Verlegen des Rollrasens bestens vorbereitet ist.

4. Starterdünger streuen und einharken

Damit der Rollrasen nach dem Verlegen besonders gut anwächst, muss die künftige Rasenfläche mit einem Starterdünger behandelt werden. Dieser kann mit der Hand oder mittels Streuwagen ausgebracht werden. Im Fachhandel oder in gut sortierten Online-Shops finden Rasenfreunde auch spezielle Rollrasendünger, mit denen der neue Rollrasen besonders gut mit Nährstoffen versorgt wird und anwachsen soll. Wichtig ist, den Dünger gleichmäßig zu streuen, weshalb sich der Einsatz eines Streuwagens besonders für ungeübte Hände anbietet. Nach dem Streuen wird der Dünger etwa einen Zentimeter eingeharkt.

5. Verlegen, Anwalzen und Bewässern des Rollrasens

Ist der Untergrund vorbereitet, kann der Rollrasen verlegt werden. Wer den Rollrasen selbst verlegen möchte, sollte darauf achten, dass er direkt nach der Lieferung verlegt wird, da er sonst schnell Feuchtigkeit verliert und austrocknet. Beim Verlegen ist darauf zu achten, dass die Bahnen dicht aneinander liegen und keine Lücken entstehen, da diese später nicht mehr sauber geschlossen werden können. 

Damit die neue Grasnarbe des Rollrasens sofort nach dem Verlegen mit Nährstoffen versorgt werden kann, muss der Rasen mit einer Gartenwalze angewalzt werden. So wird ein enger Kontakt zwischen den Rasenwurzeln und dem Boden hergestellt. Weil Rasenwurzeln, wie bei anderen Pflanzen auch, die Nährstoffe vor allem in gelöster Form aufnehmen, muss der Rollrasen nach dem Verlegen ausgiebig bewässert werden. Bei großer Hitze lohnt es sich, bereits verlegte Teilabschnitte zu bewässern und so vor dem Austrocknen zu bewahren.

Beim ersten Bewässern sollten rund 20 bis 25 Liter Wasser je Quadratmeter aufgetragen werden, anschließend ist vom Begehen der Rasenfläche wegen des durchnässten und aufgeweichten Untergrundes abzuraten, da sonst schnell Unebenheiten auftreten können, die im Nachhinein nur aufwendig zu korrigieren sind. Der Rollrasen sollten in den ersten zehn bis 14 Tagen durchgehend feucht gehalten werden, bis sich die Rasenwurzeln mit dem Untergrund verbunden haben.