Handrasenmäher: Vorteile und Nachteile eines Spindelmähers

Handrasenmäher sind besonders bei Gärtnern beliebt, die ihren Rasen pflegen und großen Wert auf eine gesunde Rasenfarbe legen. Neben den großen Vorteilen haben Handrasenmäher allerdings auch Nachteile. Wir haben uns die einzelnen Punkte angeschaut und verraten, für wen sich der Kauf eines Handrasenmähers eignet und wer mit einem anders betriebenen Rasenmäher besser beraten ist. Hier findest du die Vorteile und Nachteile von Handrasenmähern (auch Spindelmähern) im Überblick.

Vorteile von Handrasenmähern

  • Lautstärke
  • Gewicht
  • Preis und Folgekosten
  • Schnitttechnik und -qualität
  • Energie und Verbrauch

Vorteil: Lautstärke eines Handrasenmähers

Spindelmäher oder auch Handrasenmäher sind im Vergleich zu anderen Rasenmäherarten mit Benzin- oder Elektroantrieb sehr leise. Besonders neue Modelle, bei denen die Klingen beim Schneiden keinen Kontakt mehr haben sondern in extrem geringen Abstand aneinander vorbei gleiten, erzeugen kaum noch ein Geräusch, weshalb mit einem Handrasenmäher auch sonntags und in Ruhezeiten bedenkenlos gemäht werden kann. Dabei ist jedoch darauf zu achten, dass sich die Klingen in den richtigen Positionen befinden. Mitunter kann es passieren, dass sich die Einstellungen ändern, dann müssen die Klingen neu ausgerichtet werden. Schleifen die Klingen beim Mähen aneinander, werden sie stumpf, die Schnittqualität nimmt ab und die Lautstärke beim Mähen mit einem Spindelmäher nimmt deutlich zu.

Vorteil: Gewicht eines Handrasenmähers

Ein Spindelmäher wiegt zwischen 7 und 10 Kilogramm. Manche Modelle verfügen über einen Fangkorb, sodass das Gewicht auf rund 11 Kilogramm steigen kann. Im Vergleich zu Benzin-Rasenmähern, die je nach Motorstärke und Schnittbreite teilweise mehr als 30 Kilogramm auf die Waage bringen, ergeben sich beim Handrasenmäher durch das geringe Gewicht mehrere Vorteile. Das Gerät kann besser manövriert werden, wodurch man auch gut in verwinkelten Ecken eines Rasens noch mähen kann. Auch der Rasen wird geschont, da er durch das geringe Gewicht kaum belastet wird. Und im Vergleich zu einem Benzin- oder Elektro-Rasenmäher ohne Antrieb, lässt sich ein Handrasenmäher deutlich leichter schieben.

Vorteil: Preise eines Handrasenmähers

Handrasenmäher sind ja nach Ausführung ab 40 Euro erhältlich. Besonders beliebt ist alljährlich der Handrasenmäher von Lidl (Florabest FHM 38 A1 Testbericht lesen), der mit 39,99 Euro ein absolutes Schnäppchen ist und qualitativ dennoch überzeugt. Es geht aber auch teurer. Modelle von Markenherstellers wie Gardena, die über einen Elektroantrieb verfügen, kostet zum Teil deutlich über 100 Euro. Wem ein herkömmlicher Spindelmäher reicht, erhält auch Markenmodelle für unter 100 Euro. Damit sind Handrasenmäher meist günstiger als Elektro- oder Benzin-Modelle. Ein weiterer Vorteil: Handrasenmäher erzeugen kaum Folgekosten, da sie (häufig) von Hand betrieben werden und weder Benzin noch Strom oder Öl benötigen.

Vorteil: Schnitttechnik und -qualität eines Handrasenmähers

Ein wesentlicher Vorteil eines Handrasenmähers ist die Schnitttechnik, die auch Auswirkungen auf die Qualität des Rasenschnitts hat. Bei einem Spindelmäher werden die Rasenhalme sauber zwischen den Messern abgeschnitten, ähnlich wie mit einer Schere. Ein herkömmlicher Rasenmäher mit einem waagerecht rotierenden Messer schlägt die Spitzen von Rasenhalmen hingegen ab und franst die Enden aus, wodurch der Rasen gerade in wärmeren Jahreszeiten schnell braun werden kann und austrocknet. Auch bildet sich beim Mähen mit einem Handrasenmäher eine homogene Rasenfläche, die den Rasen als eine Art Teppich erstrahlen lässt.

Vorteil: Energie und Verbrauch eines Handrasenmähers

Hierzu gibt es nicht viel zu sagen, denn ein (manuell betriebener) Handrasenmäher benötigt weder Strom noch Benzin und muss auch nur selten gewartet werden. Während ein Benzin-Rasenmäher alle paar Wochen mit Benzin aufgefüllt werden muss und einmal jährlich neues Öl benötigt und ein Elektrorasenmäher ständig am Stromnetz hängt und teilweise mehr als 1.500 Watt aus der Steckdose zieht, kann ein Handrasenmäher völlig ohne Mehrkosten betrieben werden. Somit fällt bei einem Handrasenmäher nur der Anschaffungspreis ohne Folgekosten ins Gewicht - und gleichzeitig tut man der Umwelt einen Gefallen.

Nachteile von Handräsenmähern

  • Fläche
  • Unebene Rasenfläche
  • Dichter und langer Rasen
  • Mehrmaliges und Häufiges Mähen

Nachteil: Zu mähende Fläche mit einem Handrasenmäher

Einer der größten Nachteile (zumindest laut Herstellerangaben) eines Handrasenmähers ist die zu bearbeitende Rasenfläche. Zahlreiche Hersteller geben an, dass Handrasenmäher für kleine Rasenflächen bis etwa 200 Quadratmeter ausgelegt sind. Der Grund für diese Angaben ist klar: Viele Marken wie etwa Gardena bieten neben manuell betriebenen Handrasenmähern auch elektrische Modelle an, die für größere Rasenflächen geeignet sein sollen. 

Wir haben kürzlich den Handrasenmäher von Lidl getestet (mehr lesen) und konnten feststellen, dass auch ein manueller Handrasenmäher für größere Flächen geeignet ist. Insofern ist dieser Nachteil kaum vorhanden. Mit dem Handrasenmäher von Lidl haben wir eine Fläche von etwa 50 Quadratmetern in unter 5 Minuten gemäht und da gemulcht wurde, sparten wir uns den Weg zum Kompost. Mit einem Benziner wären wir kaum schneller gewesen. Zudem macht das Rasenmäher mit einem Handrasenmäher mehr Spaß - auch wegen der geringeren Lautstärke.

Nachteil: Unebene Rasenfläche mit einem Handrasenmäher

Für ein sauberes Schnittbild ist eine ebene Rasenfläche notwendig. Wenn es zu hügelig wird, springt der leichte Handrasenmäher gern munter vor sich hin, während man durch die Vertiefungen fährt. Das Schnittbild ist entsprechend schlecht. Auch fällt das Mähen mit einem Handrasenmäher auf einer unebenen Rasenfläche schwerer, da er sich nicht so leicht schieben lässt. Hier sind Benziner und Elektro-Rasenmäher im Vorteil.

Nachteil: Dichter und langer Rasen mit einem Handrasenmäher

Spindelmäher eignen sich vor allem vor Rasen, der nur um wenige Millimeter geschnitten werden muss. Wird der Rasen zu dicht und die Halme zu lang, bleibt der Handrasenmäher oft stecken, was dem Rasen schadet und die Schnittqualität verringert. Sollte man also eine Woche und länger keinen Rasen gemäht haben, sollte man entweder zu einem Benzin- oder Elektromäher greifen oder mit dem Handrasenmäher in zwei Schritten mähen, wobei die Schnittlänge beim zweiten Mal reduziert wird.

Nachteil: Häufigkeit beim Mähen mit einem Handrasenmäher

Wer mit einem Handrasenmäher arbeitet, sollte je nach Saison und Rasenwuchs mindestens zwei Mal in der Woche den Rasen mähen. Dies gilt insbesondere, wenn das Schnittgut zum Mulchen liegen gelassen wird. Wird zu selten gemäht, lässt sich der Spindelmäher nicht so leicht durch das hohe Gras schieben, zudem ist der Rasenschnitt dann zu lang und verrottet nicht gut am Erdboden. Die Folge ist nach mehrmaligem Mähen ein dichter Teppich aus gemähtem Gras, das nicht zersetzt wird und Feuchtigkeit sowie Licht vom Erdboden abhält.

Zudem ist zu beachten, dass beim Mähen mit einem Handrasenmäher teilweise mehrmals über eine Fläche gemäht werden muss, da nicht alle Halme beim ersten Mal geschnitten wurden. Der Zeitaufwand hält sich jedoch in Grenzen und insgesamt dauert das Mähen mit einem Spindelmäher kaum länger als mit einem herkömmlichen Mäher, bei dem regelmäßig der Fangkorb geleert werden muss.

Fazit zum Handrasenmäher

Handrasenmäher stellen aufgrund der vielen Vorteile für viele Gärtner eine Alternative zu Benzin- und Elektrorasenmähern dar. Sie sind günstig im Preis, erzeugen keine Folgekosten, die Handhabung ist einfach, die Lautstärke ist gering und die Schnitt- und Rasenqualität sind deutlich besser. Lediglich die (unebene) Beschaffenheit des Geländes und zu große Rasenfläche (mehr als 500 Quadratmeter) könnten vom Kauf eines Handrasenmähers abhalten. Weitere Informationen stehen in unserem Test des Lidl Handrasenmähers Florabest FHM 38 A1.