Rasen säen -Tipps zum Anlegen und Gestalten von Rasen

Beim Anlegen und Gestalten eines Rasen ist sorgfältiges Arbeiten eine wichtige Voraussetzung, damit sich das Ergebnis im Anschluss sehen lassen kann. Wir verraten Ihnen einige Tipps und Tricks zum Thema "Rasen angelegen und gestalten" und worauf bei Rasen säen zu achten ist, damit sich der Rasen von seiner besten Seite zeigt.

Hier die Schritte im Überblick, unten finden Sie die Erklärungen im Detail:

  1. Vorbereitung zum Rasen anlegen oder Rasen säen
  2. Boden planieren und kalken
  3. Boden düngen
  4. Rasen säuen - Aussaat des Rasens
  5. Wässern der Rasenfläche
  6. Mähen des jungen Rasens

1. Rasen anlegen: Vorbereitung ist alles

 Die beste Jahreszeit zum Rasen anlegen ist im Frühjahr in den Monaten April oder Mai oder im Herbstmonat September. Diese Monate bieten die besten klimatischen Bedinungen, um einen neuen Rasen anlegen oder gestalten zu können. Voraussetzung für einen guten Rasenwuchs ist hochwertiger Mutterboden mit einem Humusanteil von 20 bis 30 Prozent, er sollte etwa 10 bis 15 Zentimeter dick aufgetragen werden. Zusätzlich ist es sinnvoll, wenn der darunterliegende Erdboden etwa 20 Zentimeter tief umgegraben wurde, um die Beschaffenheit des Bodens aufzulockern und das Wachstum der Rasenwurzeln zu verbessern. In diesem Schritt können auch Wurzeln, Steine und andere Fremdkörper, die den Rasenwuchs hemmen könnten, aus dem Unterboden entfernt werden. Außerdem kann in diesem Schritt auch Fluss- oder Quarzsand in einen lehmigen Unterboden eingearbeitet werden, auf eine Fläche von 100 Quadratmetern sollten es etwa 2 bis 3 Kubikmeter Flusssand sein. Sollte der Unterboden eher sandig sein, empfiehlt sic Rindenhumus 5 bis 10 Litern je Quadratmeter. Anschließend lassen Sie den Boden zwei bis drei Wochen ruhen, damit er sich ausreichend setzen kann.

2. Rasen anlegen: Boden planieren

Hat sich der Boden nach einigen Wochen ausreichend gesetzt, kann mit dem Einebnen der Oberfläche begonnen werden. Dieser Schritt ist wichtig, wenn man beim Rasen anlegen einen planen Untergrund ohne Hügel und Furchen haben möchte, in denen sich das Wasser und damit auch Rasensamen und Dünger sammeln kann, wodurch ein gleichmäßiger Rasenwuchs kaum zustande kommen kann. Beim Rasen anlegen sollte man zum planieren eine Rasenwalze verwenden, auf kleinen Flächen eignet sich auch ein Trittbrett, um die Oberfläche zu glätten. Anschließend sollte der Kalkbehalt geprüft werden, indem ein pH-Test durchgeführt wird. Bei einem Wert zwischen 6,5 bis 7,5 liegt er im neutralen Bereich. Liegt der pH-Wert dagegen bei 5,5, sollten 5 Kilogramm Garten- oder Rasenkalk auf eine Fläche von 100 Quadratmeter aufgebracht werden. Anschließend sollten Sie den Boden gut wässern, damit der Kalk schnell einziehen kann.

3. Dünger für den Rasen aufbringen

Wer seinen Rasen anlegen möchte, sollte auf einen hochwertigen Rasendünger nicht verzichten. Gute Produkte gibt es als Granulat bereits für 50 Euro im 20-Kilo-Sack, diese reichen für etwa 700 Quadratmeter. Für neu angelegten Rasen gibt es speziellen Starterdünger, der den jungen Rasen mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt. Der Rasendünger kann per Hand oder mit einem Streuwagen zu je 30 bis 40 Gramm je Quadratmeter aufgebraucht werden.

Wer seinen Rasen im Herbst anlegt, kann auch auf einen speziellen Herbst-Rasendünger von Aldi zurückgreifen. Außerdem haben wir den Rasendünger von Aldi mit dem eines Markenherstellers verglichen und kamen zu einem interessanten Ergebnis,.

4. Die Aussaat des Rasens

Das Rasen säen sollte an einem Tag stattfinden, der nach Möglichkeit windstill ist, da auf diese Weise ein gleichmäßiges Aufbringen der Rasensaat gewährleistet wird und man nicht Gefahr läuft, dass der Wind die bereits gesäten Rasensamen wieder verweht. Sonst kann es passieren, dass der Rasen fleckig wird, da sich die Rasensamen an einigen Stellen sammeln. Das Rasen anlegen erfolgt mit 20 bis 40 Gramm Rasensamen je Quadratmeter, wie der Dünger können auch Rasensamen per Hand oder mit dem Streuwagen ausgebracht werden. Um ein gutes Ergebnis zu erzielen, sollten Sie die Rasensamen im gleichen Verhältnis mit lockerem Gartenboden ausbringen. Dadurch sind die Samen von Anfang an mit einem dünnen Erdschicht bedeckt und vor Wind und zu viel Sonne besser beschützt. Anschließend sollten Sie die Rasensamen einharken oder mit der Rasenwalze anpressen.

5. Erstes Wässern des Bodens beim Anlegen des Rasens

Der Boden muss von Beginn an feucht gehalten werden, damit die Rasensamen gut wachsen können. Achten Sie jedoch darauf, dass beim ersten Wässern keine Pfützen entstehen, da sie die noch losen Rasensamen forttragen und sich diese in einer Senke sammeln können. Nehmen Sie deshalb einen Rasensprenger mit einer möglichst großen Fläche - er benötigt zwar länger, um die gesamte Fläche zu wässern, dafür wird das Wasser gleichmäßig und nicht zu schnell aufgetragen. Für das erste Wässern des neu angelegten Rasens können Sie auch eine feine Brause verwenden. Wenn es die Witterung erfordert, sprengen Sie den Rasen morgens und abends ausgiebig. Nach etwa einer Woche werden die ersten Rasenhalme sprießen.

6. Mähen des neu angelegten Rasens

Ist der Rasen nach etwa 4 bis 6 Wochen zwischen 6 und 8 Zentimeter lang, kann er das erste Mal gemäht werden. Dabei schneidet man ihn auf eine Länge von etwa 3 bis 5 Zentimeter zurück. Spielrasen sollte künftig eine Höhe von 4 Zentimetern haben, Zierrasen nicht länger als 3 Zentimeter und Schattenrasen etwa 5 Zentimeter. Generell gilt: Je länger der Rasenhalm wird, desto dicker wird auch das Blatt, was speziell bei Zierrasen nicht gern gesehen ist. Letztlich ist es eine Frage des eigenen Geschmacks, wie man seinen Rasen anlegt und gestalten möchte.

Rasen säen und Unkraut

Kaum etwas ist ärgerlicher, als Unkraut im neu angelegten Rasen. Beim Rasen säen kann es schnell passieren, dass sich Unkraut bildet. Besonders, wenn der Oberboden bereits einige Zeit unbehandelt ist. Deshalb sollte mit dem Rasen säen nicht zu lange gewartet werden, damit sich im Boden keine Unkrautsamen festsetzen und keimen können. Abhängig von der Qualität und Herkunft des Oberbodens können sich Unkrautsamen bereits in der Erde befinden. Generell sollte man dem unerwünschten Kraut nicht sofort mit Unkrautvernichter zu Leibe rücken, anfangs kann es ausreichen, die erste Keime sofort aus dem Boden zu ziehen, um ein Ausbreiten zu verhindern. Wer sich diese Arbeit sparen möchte, kann den jungen Rasen auch sofort mit einem speziellen Dünger mit Unkrautvernichter behandeln.

Beim Kauf von Unkrautvernichter für den Rasen ist es wichtig, das richtige Produkt zu kaufen. Neben Produkten, die für den Rasen unbedenklich sind, gibt es auch Unkrautvernichter wie bspw. Roundup, die alle Pflanzen in Mitleidenschaft ziehen oder den Boden für länge Zeit unfruchtbar machen. Eine Beratung im Fachgeschäft ist deshalb ratsam.

Rasen säen oder Rollrasen

Wer jetzt gemerkt hat, das das eigene Anlegen eines Rasens nichts für ihn ist, weil es zu lang dauert oder zu kompliziert ist, sollte sich über Rollrasen informieren. Die Preise und Kosten für Rollrasen sind recht hoch, deshalb sollte man sich genau überlegen, ob man die Arbeit selbst macht oder einem Fachmann überlässt. Denn mit dem reinen Materialpreis für den Rasen ist es nicht getan, auch die Arbeitsleistung der Galabauer sowie notwendige Bodenarbeiten zur Vorbereitung für den Rollrasen müssen kalkuliert werden. Hier geht es zur Beispielrechnung für Rollrasen.

Außerdem verraten wir, welche weiteren Kosten beim Grundstück entstehen, wie man Baunebenkosten kalkuliert und welche weiteren Kosten beim Hausbau zu berücksichtigen sind.

Wer seinen Garten auch für die Kinder herrichten möchte, kommt um ein Stelzenhaus nicht herum. Wir haben Preise und Kosten für ein Stelzenhaus aus dem Handel mit den Materialkosten eines selbstgebauten Stelzenhauses verglichen und zeigen, wie man ein Stelzenhaus selber bauen kann.